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Wenn Lernen Spaß macht: IGS.
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Veranstaltungen Demokratiebildung Sekundarstufe II Einführungsphase Jahrgang Abi28 Startseite

IGS Osnabrück gestaltete Zukunft aktiv beim 2. AWO-Jugendbarcamp

Ein Tag voller politischer Bildung, demokratischer Teilhabe und kreativer Workshops – das 2. AWO-Jugendbarcamp war ein voller Erfolg!

Am gestrigen Donnerstag, 2. Oktober 2025, fand im Haus der Jugend Osnabrück das AWO Barcamp statt – eine Veranstaltung, die politische Bildung und aktive Jugendbeteiligung miteinander verband. Unsere Schüler*innen aus dem 11. Jahrgang hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen und sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen.

Programm des Tages

9:00 - 10:00 Uhr – Ankommen, Check-In und Eintragen in Listen Bereits beim Ankommen gab es sportliche Angebote zur Aktivierung.

10:00 - 10:20 Uhr – Begrüßung und Einstieg

10:30 - 11:30 Uhr – Erste Sessionrunde: Die Schüler*innen nahmen an ihrem ersten gewählten Workshop teil. Zur Auswahl standen spannende Themen wie:

  • Politik-Talk mit Frau Reichinnek (MdB)
  • Politik-Talk mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück Frau Pötter
  • Kunst & Politik – Werde kreativ!
  • KI, Fakenews und Desinformation
  • Tonstudio + DJ
  • Selbstverteidigung
  • Flucht und Migration besser verstehen
  • Rap-Challenge
  • Kontern statt mitgrölen
  • Rassismus verlernen
  • LGBTQAI+ Real Talk
  • Gestalte deine Demo

11:30 - 12:45 Uhr – Mittagspause: Kostenloses Mittagessen und Getränke für alle Teilnehmenden.

12:45 - 13:45 Uhr – Fischbowl-Diskussion "Unsere Zukunft. Eure Entscheidung?!" Das absolute Highlight des Tages: Eine offene Diskussionsrunde, bei der Jugendliche direkt mit Politiker*innen ins Gespräch kamen. Auf dem Podium saßen hochkarätige Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft – und besonders stolz sind wir auf drei unserer IGS-Schüler*innen, die sich dieser Herausforderung stellten!

14:00 - 14:20 Uhr – Check-In II

14:30 - 15:30 Uhr – Zweite Sessionrunde Die Teilnehmenden besuchten ihren zweiten, vor Ort gewählten Workshop.

15:45 - 16:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Was ist ein Barcamp?

Ein Barcamp ist eine offene Veranstaltung, bei der die Teilnehmenden aktiv das Programm mitgestalten. Anders als bei klassischen Konferenzen standen hier Austausch auf Augenhöhe, Interaktion und selbstbestimmtes Lernen im Mittelpunkt. Die Schüler*innen wählten ihre Workshops selbst aus und konnten sich intensiv mit den Themen beschäftigen, die sie interessierten.

Die IGS Osnabrück beim Barcamp

Schüler*innen aus den vier 11. Klassen nahmen am Barcamp teil. Im Vorfeld hatten sie in einer anonymisierten Abstimmung ihre Wunsch-Workshops gewählt. Die Verteilung zeigte deutlich, welche Themen die jungen Menschen bewegten: Mit Abstand am beliebtesten war der Politik-Talk mit Bundestagsabgeordneter Heidi Reichinnek, gefolgt von den kreativen Angeboten wie Kunst & Politik sowie dem hochaktuellen Thema KI und Fake News. Auch die Workshops zu Tonstudio + DJ und Selbstverteidigung fanden großen Anklang.

Fishbowl-Diskussion: IGS-Schüler*innen auf Augenhöhe mit Spitzenpolitik

Der absolute Höhepunkt des Tages war die Fishbowl-Diskussion zum Thema "Unsere Zukunft. Eure Entscheidung?!" – und die IGS Osnabrück war mittendrin statt nur dabei! Drei unserer Schüler*innen – Max, Pelin und Elena – nahmen auf dem Podium Platz und diskutierten auf Augenhöhe mit Spitzenpolitikerinnen. Das erforderte Mut, Engagement und die Bereitschaft, die eigene Meinung vor großem Publikum zu vertreten.

Auf dem Podium saßen neben unseren drei IGS-Vertreter*innen:

  • Heidi Reichinnek, Mitglied des Bundestages (Die Linke)
  • Kathrin Wahlmann, niedersächsische Justizministerin (SPD) und ehemalige Schülersprecherin am Ratsgymnasium Osnabrück
  • Lars von der Jungen Union Osnabrück
  • Matthis von Fridays for Future Osnabrück

Die Diskussion wurde interaktiv gestaltet: Über die Plattform Mentimeter konnten alle Teilnehmenden live Fragen einreichen und abstimmen. Die meistgewählten Fragen wurden dann auf der großen Leinwand angezeigt und von den Podiumsgästen diskutiert.

Themen, die bewegt haben:

  • Partizipation und Mitbestimmung: Warum haben Jugendliche so wenig Einfluss, obwohl sie die Zukunft am längsten tragen müssen?
  • Das Wahlalter: Warum liegt das Wahlalter bei 18 Jahren? Sollte es auf 16 gesenkt werden?
  • Der Kulturpass: Die geplante Abschaffung des Kulturpasses sorgte für Unmut – wie können Jugendliche kulturelle Teilhabe erleben, wenn finanzielle Hürden bestehen?
  • Politikverdrossenheit: Viele Jugendliche interessieren sich weniger für Politik, weil sie das Gefühl haben, sowieso nicht gehört zu werden. Wie kann sich das ändern?
  • Mehr Debatten in der Schule: Der Wunsch nach mehr politischen Diskussionen im Schulalltag wurde deutlich formuliert.

Besonders beeindruckend: Die Frage nach mehr Einfluss für das Jugendparlament erhielt mit 20 Likes die höchste Zustimmung. Die Jugendlichen machten klar, dass sie nicht nur reden, sondern auch mitentscheiden wollen.

Max, Pelin und Elena vertraten die Anliegen ihrer Generation mit Nachdruck und zeigten, dass politische Bildung an der IGS nicht nur Theorie ist, sondern gelebte Praxis. Ihr Engagement und ihre Courage, sich dieser Herausforderung zu stellen, verdienen größten Respekt!

Prominente Gäste und direkte Begegnungen

Heidi Reichinnek, Mitglied des Bundestages für Die Linke, hatte sich bewusst viel Zeit für die Jugendlichen genommen. Die 30-jährige Politikerin aus Osnabrück, bekannt durch virale TikTok-Videos mit über 30 Millionen Views, machte mit ihrem authentischen und oft humorvollen Kommunikationsstil Politik greifbar und nahbar.

Kathrin Wahlmann, niedersächsische Justizministerin (SPD), brachte eine besondere Perspektive ein: Als ehemalige Schülersprecherin am Ratsgymnasium Osnabrück wusste sie aus eigener Erfahrung, wie wichtig frühe politische Partizipation ist. Ihr Werdegang zeigte den Jugendlichen, dass schulisches Engagement der Beginn einer politischen Karriere sein kann.

Sicherer Rahmen durch Awareness-Team

Ein wichtiger Bestandteil des Barcamps war das Awareness-Team, das während der gesamten Veranstaltung vor Ort war. Das speziell geschulte Team stand als Ansprechpartner*innen zur Verfügung, wenn Teilnehmende sich unwohl fühlten, Unterstützung brauchten oder Grenzüberschreitungen melden wollten. Durch diese professionelle Begleitung wurde ein geschützter Raum geschaffen, in dem alle Jugendlichen sich sicher fühlen und frei ihre Meinung äußern konnten – eine wichtige Voraussetzung für offene politische Diskussionen und persönliche Workshops.

Organisatorisches

Die Veranstaltung wurde vom AWO Kreisverband für die Region Osnabrück e.V. in Kooperation mit dem Haus der Jugend organisiert. Die AWO arbeitete seit über 15 Jahren mit der IGS zusammen. Jeder Teilnehmerin erhielt vor Ort eine Karte mit der individuellen Kurszuteilung und allen wichtigen Informationen für den Tag.

Begleitet wurden die Schülerinnen von mehreren Lehrkräften der IGS, die den gesamten Tag vor Ort waren und als Ansprechpartner*innen zur Verfügung standen.

Nur drei Schulen nahmen teil

Neben der IGS Osnabrück nahmen nur zwei weitere Osnabrücker Schulen am Barcamp teil. Diese exklusive Teilnahme zeigte, dass die IGS zu den engagierten Schulen in Osnabrück gehörte, die ihren Schüler*innen aktiv Möglichkeiten zur politischen Bildung und demokratischen Partizipation boten. Während viele andere Schulen auf klassische Unterrichtsformen setzten, wagte die IGS den Schritt, einen ganzen Schultag für ein innovatives Demokratie-Format zu nutzen.

Ein Tag, der nachwirkt

Das Feedback der Schülerinnen war durchweg positiv. Viele berichteten im Anschluss an die Veranstaltung von den intensiven Diskussionen, den praktischen Erfahrungen in den kreativen Workshops und den wertvollen Begegnungen mit Gleichaltrigen anderer Schulen. Besonders beeindruckt zeigten sich viele von der Möglichkeit, direkt mit Politikerinnen ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen vorzubringen.

Die IGS Osnabrück bewies gestern einmal mehr, dass sie Demokratie nicht nur unterrichtet, sondern lebt. In einer Zeit, in der politische Bildung und Jugendbeteiligung wichtiger sind denn je, setzte die Schule ein starkes Zeichen für aktive Mitgestaltung der Gesellschaft.

Wir danken dem AWO-Team für die hervorragende Organisation und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte!

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