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Gesellschaftslehre Geschichte Kunst Wettbewerbe Oberstufenprofil Kultur.Geschichte(n) Jahrgang Abi23

Neue Website für das Mahnmal am Osnabrücker Sportclub

Das von Schüler*innen der IGS errichtete Mahnmal gegen Diskriminierung und Ausgrenzung hat nun auch im digitalen Bereich eine neue Heimat gefunden.

Bereits seit 9.11.2021 steht das Mahnmal, das von Schüler*innen der IGS und des Gymnasiums Bad Iburg (GBI) designt und umgesetzt wurde, schon auf dem Vereinsgelände des Osnabrücker Sportclubs (OSC). Dort erinnert die Skulptur eindrucksvoll an jüdische Sportlerinnen und Sportler, die im Jahr 1924 aus dem Osnabrücker Turnverein (OTV), einem Vorgänger des OSC, ausgeschlossen wurden.

Über die Website der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht ist das Mahnmal nun auch online zugänglich. Neben der Entstehungsgeschichte des Denkmals, die auch eindrucksvoll in der Dokumentation "Schulisches Engagement gegen das Vergessen" geschildert wird, finden sich viele weiterführende Informationen zu dem historischen Kontext, an den das Mahnmal erinnert. Die Website kann direkt über einen QR-Code, der an dem Denkmal angebracht ist, abgerufen werden.

In Kooperation mit Lehrer*innen und Lehrern des GBI und der Bildungsabteilung der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht wurde darüber hinaus ein Bildungsangebot erarbeitet, das die Ausschließung jüdischer Sportlerinnen und Sportler aus dem Turnverein als Ausgangspunkt verwendet, um sich mit Ausgrenzung, Entrechtung und Radikalisierung in der Weimarer Republik auseinander zu setzen. Weitere Workshops sind in Arbeit. „Das Mahnmal ist ein Paradebeispiel für eine Erinnerungskultur, die von jungen Menschen selbst gestaltet und mitbestimmt wird. Um seiner Entstehungsgeschichte gerecht zu werden, muss es ein lebendiger Erinnerungsort bleiben. Durch Workshops sollen neben Antisemitismus in der Weimarer Republik, auch andere Themenbereiche, wie die Anfänge des NS-Systems oder der Umgang mit problematischer Vereins-Geschichte nach 1945 immer wieder neu diskutiert und erarbeitet werden“ so die Arbeitsgruppe, die die Workshops entwickelt hat.

Der erste Workshop dauert 3-4 Stunden und richtet sich in erster Linie an Schulklassen der 9. und 10. Schulstufe. Mit Hilfe von historischen Quellen, werden die Zeit rund um den Ausschluss der jüdischen Sportlerinnen und Sportler beleuchtet und gesamtgesellschaftliche Hintergründe analysiert.

Weitere Informationen zu dem Mahnmal unter augustaschacht.de/osc

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