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Prof. Dr. Jochen Oltmer (IMIS) hält Vortrag zum Phänomen Migration

Wenn die Goten in der Gegend von Danzig nicht mehr so recht wissen, wo sie hin sollen...

... dann läuft entweder grade "Die Feuerzangenbowle" oder ein Geschichtskurs in der gymasialen Oberstufe bereitet sich auf das Abitur vor.

Um das Phänomen "Migration" - auch ohne Blick auf die sogenannte "Völkerwanderung" - den Schüler*innen näher zu bringen und sie zu ermutigen, keine Zahl, kein politisches Statement und schon gar keine daraus abgeleitete politische Forderung zu glauben, kam Jochen Oltmer in die IGS Osnabrück.

Unterricht in der Qualifikationsphase ist strukturiert durch Rahmenthemen und Module mit einem konkreten Inhaltsbezug. Ein Rahmenthema heißt "Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte", ein Teilaspekt davon sind Theorien und Modelle zur Migration.

Was liegt also näher als beim, in Osnabrück an der Uni ansässigen und weit über Osnabrück hinaus, renomierten IMIS - Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien einen Vortrag anzufragen, um so Forschung und schulische Ausbildung miteinander zu verknüpfen:

"Historische Migrationsforschung untersucht Bedingungen, Formen und Folgen der räumlichen Bewegung von Menschen in der Geschichte. Sie fragt danach, warum Wanderungen stattgefunden haben, welchen Mustern sie folgten, wie sie wahrgenommen wurden und welche Akteure Einfluss auf Migrationen aus welchen Gründen nahmen. [...] Die Gegenwart des Wanderungsgeschehens lässt sich nur durch den Blick auf die Veränderung der Migrationsverhältnisse über Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte erklären."
IMIS (Hg.) "Zur Person Prof. Dr. Jochen Oltmer", abgerufen 12.05.2022 08:43Uhr

So bekamen die Profile "Verantwortung&Identität" und "KulturGeschichte(n)" des aktuellen zwölften Jahrgangs einen Vortrag des Osnabrücker Historikers und Migrationsexperten Prof. Dr. Jochen Oltmer zu hören. Oltmer sprach nicht über den im kommenden Abitur vorgesehenen inhaltichen Aspekt "Völkerwanderung". Viel mehr brachte er anschaulich, prägnant und im besten Sinne auf Augenhöhe (und eben nicht ex Kathedra) den Schüler*innen nahe, welchen Bedingungen Migration folgt, welche sozioökonomischen Gruppen migrieren und aus welchen Altersgruppen Migrationsprozesse zu erwarten sind.

Den Schüler*innen hat es gefallen, neben den beiden genannten Profilen kamen auch einige Schüler*innen aus Jahrgang 11, um den Vortrag anzuhören. "Ich wollte gern mal hören, wie ein Professor  - also echter Experte - ein so historisch relevantes Thema mit so aktuellem Bezug darstellt." kommentierte Mark Greiwe (Schüler Jg. 11) nach dem Vortrag. Die Schüler*innen aus Jahrgang 12 waren in Teilen noch einen Schritt weiter und haben sich - offenbar bereits studierfähig - Notizen zu dem Vortrag gemacht, um diese in der Abiturvorbereitung zu nutzen.

Natürlich kann Schule keine Vortragshonorare für solche Veranstaltungen zahlen - um so mehr freuen wir uns über die Bereitschaft vieler Lehrender, dies dennoch zu tun. Herr Oltmer erhielt nach Ende des Vortrages und nach ein paar Rückfragen und Anmerkungen der Schüler*innen als kleines Dankeschön eine Flasche Rotwein mit europäischem Migrationshintergrund sowie (passend zur Klientel der IGS) eine höchst hetergogene Pralinenmischung, hergestellt in nächster Nähe - also völlig ohne Migrationshintergrund.

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