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Wenn Lernen Spaß macht: IGS.
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Sekundarstufe II Qualifikationsphase Oberstufenprofil SprachRaum Oberstufenprofil Kultur.Geschichte(n) Oberstufenprofil Wissen.schaf(f)t.Nachhaltigkeit Jahrgang Abi23 Startseite

SpRa, KuGe und WiNa bei den Griechen

SprachRaum, Kultur.Geschichte(n) und Wissen.schaf(f)t.Nachhaltigkeit auf den Spuren der Hellenen - Profilfahrt nach Griechenland

Reisebericht der gemeinsamen Profilfahrt in die griechische Hauptstadt und auf die Halbinsel Peloponnes vom 7.10. bis 14.10.2022

Am 7.10.2022 brachen die drei Profile SpRa, KuGe und WiNa des Abiturjahrgangs 2023 gemeinsam zu einer letzten gemeinsamen Fahrt nach Griechenland (Athen und Tolo) auf, bevor nach den Herbstferien der Endspurt zum Abitur beginnen sollte. Bis zum 14.10.2022 erkundeten die Schüler*innen mit ihren Tutor*innen Daniela Driftmeyer, Eileen Klaßen, Matthias Lauxtermann und Henrik Radewald zunächst die griechische Hauptstadt Athen und beendeten ihre Reise dann in Tolo im Süden der Halbinsel Peloponnes. Bei durchgehend gutem Wetter erhielten die Schüler*innen Einblicke in die Geschichte, die Kunst und die Stadtgeographie Athens, Exkursionen an sehenswerte und kulturell bedeutende Orte auf dem Peloponnes und vielfältige Eindrücke der griechischen Kultur.

Tag 1: 7.10.2022
Bereits am Abreisetag mussten sich Schüler*innen und Tutor*innen den ersten Herausforderungen stellen. Programmpunkt Nr. 1: Abfahrt zum Flughafen um 2:00 Uhr morgens. Erfolgserlebnis Nr. 1: Alle Schüler*innen pünktlich. Während Frau Driftmeyer, Frau Klaßen, Herr Lauxtermann und Herr Radewald versuchten, die meist müde wirkenden Schüler*innen mit guter Laune anzustecken, waren Letztere überwiegend daran interessiert, es sich im Reisebus schnellstmöglich bequem zu machen, um den abgebrochenen Schlaf umgehend fortzusetzen.
Nach dem zweiten Erfolgserlebnis, der pünktlichen Ankunft am Flughafen, folgte Ernüchterung Nr. 1: ein Schüler ohne Personalausweis. Verzweifelte Versuche, den Schüler trotzdem mit in das Flugzeug zu bekommen, und hitzige Diskussionen der Bundespolizei mit Ryanair mündeten schließlich in der Entscheidung, den Schüler nachkommen lassen zu müssen. Nachdem also das dritte Erfolgserlebnis, der unproblematische Flug mit einer überpünktlichen Ankunft aller Schüler*innen und Tutor*innen in Athen, nur mit Vorsicht als solches bezeichnet werden darf, folgte Ernüchterung Nr. 2: ein fehlender Koffer. Diesmal waren die Diskussionen mit dem Flughafenpersonal allerdings von Erfolg gekrönt und mit ein wenig Verspätung brachen alle Reisenden zum Hotel Dorian Inn im Zentrum Athens auf.
Nach einer ausgiebigen Siesta im Hotel standen am Abend der Besuch des Musikfestivals „In Orbit“ und selbstständige kulinarische Erkundungen auf dem Programm. Gefragte Kompetenzen: Metro fahren, Google Maps benutzen, Restaurants suchen und vor allem nicht verloren gehen! Der ereignisreiche, aber vor allem sehr lange erste Tag in Griechenland endete recht früh am Abend mit einem letzten Erfolgserlebnis: alle Schüler*innen müde und zufrieden in ihren Betten.

Tag 2: 8.10.2022
Ausgeschlafen und voller Elan brachen am Samstagmorgen alle drei Profile gemeinsam zu einer - wie sich erst am Ende herausstellte - fast fünfstündigen Stadtführung durch die griechische Hauptstadt auf. Archäologie- und Geschichtsexpertin Christina führte die Gruppe durch die verschiedenen Stadtviertel, vorbei an der Agora und auf die Akropolis, dem Wahrzeichen Athens, und begeisterte mit ihrem Fachwissen, wertvollen Hinweisen zur griechischen Küche und vor allem einer motivierenden und erfrischenden Art Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen. Auch wenn gegen Ende einige Schüler*innen dazu übergingen, die Steine, Säulen und Statuen auf der Akropolis zu zählen, durfte Christina am Ende der Stadtführung in viele zufriedene, wenn auch erschöpfte, Gesichter schauen. #bravo #páme
Nach einer wohlverdienten und ausgedehnten Mittagspause konnten die Schüler*innen Athen bzw. den Hotelpool auf eigene Faust erkunden oder sich den Lehrer*innen zu einem Besuch in der Nationalgalerie Athens anschließen. Während das WiNa-Profil überwiegend den Chlorgehalt des Pools untersuchte oder dessen Wassermenge berechnete, schlenderte ein Großteil des Kunstprofils, flankiert von einer SprachRaum-Delegation, fast zwei Stunden durch die Nationalgalerie. Dabei wussten die Schüler*innen in vielen kleinen Gesprächen mit Frau Klaßen über die ausgestellte griechische Kunst mit ihrem Fachwissen zu überzeugen. An dieser Stelle sollte aber vor allem erwähnt werden, dass die Kunstlehrerin auch von den Interpretationsansätzen ihrer Kollegen Lauxtermann und Radewald durchaus beeindruckt war. #fluchtpunkt #verblauung
Den Abschluss eines informativen und ereignisreichen zweiten Tages bildete ein Spaziergang durch „Europas hipstes Viertel: Athens Stadtteil Kerameikos“ (Zitat: Kölner Rundschau, 2018).

Tag 3: 9.10.2022
Ein touristisches Muss auf einer Athenreise soll die Wachablösung vor dem Parlamentsgebäude sein. Diese wurde uns in verschiedenen Reiseführern als beeindruckend, sehenswert und spannender als der Wachwechsel in London beschrieben. Daher brachen wir am frühen Morgen auf, um dieses Spektakel nicht zu verpassen. Am Parlament angekommen, mussten wir jedoch feststellen, dass diese Idee noch viele andere hatten; so kam es, dass vor allem die Kleinen unter uns kaum etwas von der Parade sahen. Diese stellte sich im Nachhinein sowieso als unspektakulär dar und war auch nach wenigen Minuten schon zu Ende. #geheimtipp #weiterempfehlung
Den angefangenen Morgen nutzen wir dann, um das Treiben, Handeln und Feilschen auf dem berühmten Flohmarkt in Monastiraki zu erleben.
Das Nachmittagsprogramm wurde kursspezifisch nach den Schwerpunkten Kunst und Erdkunde gestaltet. Der Kunstleistungskurs entdeckte die weltbekannte Streetartszene Athens in einer von Frau Klaßen konzipierten Rallye. Die Schüler*innen besuchten ausgewählte Hotspots der angesagten Viertel und interpretierten die Graffitis fotografisch, dabei ließen sie ihrer Kreativität freien Lauf.
Währenddessen erkundeten die Erdkundeleistungskurse Athen in einer Sightseeing-Rallye. Dabei besuchten sie u. a. das Panathinaiko-Stadion, das Olympion, den Areopagus-Hügel oder die berühmte Agora. Die Aufgabe bestand darin, ein Selfie vor den Attraktionen zu erstellen. Der Ansporn und der Konkurrenzdruck die Aufgabe kreativ zu erfüllen, war sehr hoch, da als Belohnung ein Eisessen mit den Tutor*innen winkte.
Kursintern ließen wir den Abend bei griechischen Spezialitäten ausklingen.

Tag 4: 10.10.2022
Die Schüler*innen der beiden Erdkundeleistungskurse führten am Montagmorgen eine Kartierung einer Einkaufsstraße durch. Diese Kartierung erfordert ein genaues Betrachten der städtischen Strukturen. Auf von Herrn Lauxtermann vorbereiteten Kartenausschnitten trugen Kleingruppen Merkmale der Bebauung ein. Dabei schauten sie auf die Art der Nutzung (z. B. Geschäft, Büro, Wohnung), aber auch auf den Zustand der Fassade. Neben der horizontalen Betrachtung der Fassaden, stellten die Schüler*innen in einem Aufriss auch die vertikale Aufteilung der Gebäude mit unterschiedlichen Farben dar.
Die Künstler*innen erklommen in dieser Zeit den Lykabettus-Berg, um dort die beeindruckende Aussicht in Landschaftsbildern malerisch festzuhalten und so das zuvor erworbene Wissen praktisch umsetzen zu dürfen. #verblauung
Dafür waren sie bestens mit Skizzenheften, Papierbögen, Aquarellfarben, Kreide, Bunt- und Bleistiften und Wasserfarben ausgestattet, sodass grandiose Gemälde entstanden. Lediglich Herr Radewald verweigerte die künstlerische Arbeit auf dem Berg und kassierte damit 0 Punkte für diese Stunde.
Zum großen Entsetzen der Schüler*innen endete damit das Pflichtprogramm für diesen Tag und sie mussten die Zeit am Strand oder bei der Suche nach Souvenirs verbringen.
So freuten sie sich umso mehr, dass sie ihre Lieblingslehrer*innen beim Abendessen in den Profilen wiedersehen durften. Der Großteil der Reisegruppe ging dann natürlich wieder ins „hipste Viertel Europas“ nach Kerameikos, um dort in einer angesagten Bar den Abend heiter und gesellig ausklingen zu lassen.

Tag 5: 11.10.2022
Am fünften Tag der Fahrt stand die Weiterreise nach Tolo im Osten der Halbinsel Peloponnes auf der Agenda – nach vier Tagen in der griechischen Metropole und mit Blick auf die Empfehlungen von TripAdvisor (#mussmangesehenhaben) also Zeit, einmal Bilanz zu ziehen:
Akropolis ✔️
Wachablösung ✔️
Kerameikos #hipstesvierteleuropas ✔️
Streetartszene ✔️
Lykabettus-Berg #wasfüreineaussicht ✔️
Agora ✔️
Flohmarkt in Monastiraki ✔️
Panathinaiko-Stadion ✔️
Nationalgalerie ✔️
Nach diesem Marathon – eigentlich Thema des sechsten Tages – stand allen Reisenden folgerichtig der Sinn nach Entschleunigung.
Doch bevor die Schüler*innen ihren wohlverdienten Strandtag genießen konnten, führte uns die Busfahrt nach Tolo vorbei an beeindruckenden Landschaften, zum Kanal von Korinth und zum Amphitheater in Epidauros (#schonwiedersteine). Der 1893 eröffnete „Suez-Kanal von Griechenland“ (Zitat: Lauxtermann) verbindet den korinthischen Golf mit dem saronischen Golf, erspart den Schiffen einen Umweg von 325 km um den Peloponnes und weist eine maximale Höhe von 80 m auf, was der ein oder anderen Schüler*in auf der Besucherbrücke ein mulmiges Gefühl in den Magen trieb. Auch die Mutigsten unter den Reisenden lehnten das Angebot zum Bungee-Jumping dankend ab. #feiglinge
Das ca. 2300 Jahre alte Amphitheater in Epidauros, Weltkulturerbe und das größte und besterhaltene Theater der Antike, beeindruckte die Schüler*innen nicht nur wegen seiner Architektur, sondern vor allem durch diverse Akustiktests. So waren Herr Lauxtermanns Hamlet-Ausruf „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“, das Zerreißen eines Papierblattes oder der Gesang einer mutigen Griechin im Zentrum des Theaters noch in der obersten Reihe in 22 m Höhe deutlich zu hören. Der tosende Beifall von nicht ganz 12.000 Zuschauer*innen im Anschluss an diese Vorführungen würde auch die Tutor*innen nach ihrem ähnlich spektakulären Unterricht erfreuen. #bravo
Angekommen im Hafen der Entschleunigung erwartete die Schüler*innen in Tolo am Nachmittag Sonne, Strand und Meer.

Tag 6: 12.10.2022
Den bereits angekündigten Marathon sind die Schüler*innen am sechsten Tag unserer Reise zwar nicht ganz gelaufen, jedoch stand der Mittwoch ganz im Zeichen des antiken Sports.
Was wäre dafür besser geeignet als eine Exkursion nach Olympia, wo ab 776 v. Chr. die Olympischen Spiele der Antike stattfanden. Daher ging es nach einem malerischen Sonnenaufgang zu früher Stunde mit dem Bus über etliche Höhenmeter Richtung jeder Menge alter Steine. Die Kurverei auf den Serpentinen machte die vorderen freien Plätze im Bus neben den Lehrkräften zu einem raren Gut. Um das leider viel zu kurze Erlebnis auf dem Gelände spannender zu gestalten, leihten sich einige Besucher*innen eine VR-Brille aus. Besonders die eingeblendeten nackten Athleten sorgten für erfreute Ausrufe der aller Beteiligten. Aber auch die Darstellung der ursprünglichen Gebäude in den Ruinen ist ein erfolgsversprechendes pädagogisches Mittel, um die Besichtigung von archäologischen Stätten interessanter zu gestalten. #schonwiedersteine
Die Spiele am Abend waren zwar nicht olympisch, doch auch Billard, Doppelkopf, Werwolf, Scharade und Uno waren von ebenso viel Ehrgeiz geprägt.

Tag 7: 13.10.2022
Am letzten Tag der Reise erreichte die angestrebte Entschleunigung das nächste Level. Bitter enttäuscht über die Tatsache, dass die Tutor*innen für den Donnerstag kein kulturelles Programm mehr geplant hatten, mussten die Schüler*innen bei 27 °C und strahlendem Sonnenschein notgedrungen einen Strandtag einlegen. #schade
Der olympische Ehrgeiz des Vorabends wurde allerdings erneut entfacht, als es am späten Nachmittag hieß: Sandburgenbauwettbewerb. So wurde auf die in der Kindheit erworbenen, umfangreichen Kompetenzen im Umgang mit Sand zurückgegriffen, wodurch am Strand von Tolo innerhalb von 45 Minuten architektonische Meisterwerke entstanden, welche die Erbauer der Akropolis vor Neid hätte erblassen lassen. Nach einer nicht enden wollenden Jurysitzung der Lehrkräfte wurde schließlich das Gewinnerteam ermittelt. So setzte sich letztlich eine prächtige Burg mit Bäumen und Wasserspielen gegen zwei naturalistische Darstellung von Schildkröten und eine massiv konstruierte Abi23-Festung durch. #bravo
Das abschließende Gruppenbild vor traumhafter Kulisse rundete eine ereignisreiche, sonnige und harmonische Profilfahrt nach Athen und Tolo ab. #schönwars

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