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Wenn Lernen Spaß macht: IGS.
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Zukunft auf dem Teller: Werkstatt Hauswirtschaft im food lab münster

Am 8. Dezember 2025 erlebten 17 Schüler*innen der Werkstatt Hauswirtschaft (Jahrgang 5) einen außergewöhnlichen Schultag: Morgens um 8 Uhr ging es los - gemeinsam mit Herrn Lauxtermann und den FSJlerinnen Emily und Finja reisten sie mit Bus und Regionalbahn ins food lab der FH Münster. Dort wartete der interaktive Kochworkshop „Zukunft auf dem Teller" auf sie - ein Projekt des Innovationsraums NewFoodSystems, das nachhaltige Ernährung erlebbar macht.

 

Faszinierende Einblicke: Algen als Lebensmittel der Zukunft

Die Augen wurden groß, als Professor Dr. Guido Ritter die Gruppe empfing und seine Einführung in die Welt der Algen und Hülsenfrüchte begann. Am Show-Tisch präsentierte er verschiedene Algenarten - manche grün, andere rot oder blau schimmernd. Die Schüler*innen erfuhren, dass Algen nicht nur im Meer wachsen, sondern auch wichtige Farbpigmente wie Astaxanthin und Phycocyanin enthalten. "Können wir die wirklich essen?", wollte eine Schülerin wissen. Die Antwort sollte sie nur wenig später selbst herausfinden.

 

Von der Theorie zur Praxis: Kochen an vier Stationen

Dann wurde es praktisch: An vier verschiedenen Kochstationen durften die Schüler*innen selbst Hand anlegen. Jede Station widmete sich einem eigenen Gericht - so entstanden parallel knuspriges Fladenbrot mit cremigem Hummus, saftige Ackerbohnenschnitzel, bunte Salat-Bowls mit Linsen und ein Schoko-Bohnen-Dessert, das niemand für möglich gehalten hätte.

 

Unterstützt wurden die Schüler*innen dabei von Studierenden der Oecotrophologie, die mit Tipps und Tricks zur Seite standen. Die Küche summte vor Aktivität - es wurde geschnippelt, gerührt, probiert und gelacht. „Das schmeckt ja richtig lecker!", war ein Kommentar, der sich durch die Gruppe zog. Das anschließende gemeinsame Mittagessen wurde zur kleinen Feier: Stolz präsentierten die Schüler*innen ihre selbst zubereiteten Gerichte und genossen jeden Bissen.

 

Geschmack täuscht: Experimente im Sensoriklabor

Nach dem Essen folgte ein Highlight, das für besonders viel Aufregung sorgte: Im Sensoriklabor der Hochschule stand ein wissenschaftlicher Geschmackstest auf dem Programm. Die Aufgabe klang simpel - drei Orangensäfte voneinander unterscheiden. Der Clou: Alle drei Säfte waren identisch, nur einer war eingefärbt, um die visuelle Wahrnehmung zu beeinflussen.

 

Mit Schlafbrillen ausgestattet, mussten sich die Schüler*innen allein auf ihren Geschmackssinn verlassen. „Das ist viel schwieriger als gedacht!", stellte ein Schüler fest, als er versuchte, Unterschiede zu identifizieren, die es eigentlich gar nicht gab. Das Experiment zeigte eindrucksvoll, wie stark unsere Augen unser Geschmacksempfinden beeinflussen - selbst wenn der Geschmack identisch ist.

 

Blick hinter die Kulissen: Wo Lebensmittel erforscht werden

Parallel zur Sensorik-Gruppe erhielt die andere Hälfte einen Rundgang durch die Labore und den Fachbereich Oecotrophologie. Die Schüler*innen wurden durch hochmoderne Räume geführt, in denen an der Ernährung von morgen geforscht wird. Wo normalerweise Studierende lernen und experimentieren, durften die Fünftklässler*innen nun selbst einen Blick auf Analysegeräte, Versuchsaufbauten und die professionelle Ausstattung werfen. Die Frage "Kann man das studieren?" kam nicht von ungefähr - einige Schüler*innen waren sichtlich beeindruckt von den Möglichkeiten.

 

Mit neuen Perspektiven zurück

Zum Abschluss erhielt jede(r) Schüler*in noch ein Goodybag mit kleinen Überraschungen als Erinnerung an den besonderen Tag. Die Rückfahrt mit der Regionalbahn wurde genutzt, um die Erlebnisse zu teilen: „Ich hätte nie gedacht, dass man aus Bohnen ein Dessert machen kann!" oder "Die Algen waren echt cool!". Gegen 16 Uhr war die Gruppe wieder an der Schule - mit vielen neuen Eindrücken, volleren Bäuchen und einem veränderten Blick auf Lebensmittel.

 

Der Workshop hat gezeigt: Nachhaltige Ernährung ist kein trockenes Thema aus dem Lehrbuch, sondern kann richtig Spaß machen - besonders wenn man selbst experimentieren, kochen und probieren darf. Die Schüler*innen haben nicht nur gelernt, wie Algen und Hülsenfrüchte zu einer gesunden und umweltfreundlichen Ernährung beitragen können, sondern auch, dass Wissenschaft zum Anfassen spannend ist.

 

Die Rezepte zu den gekochten Gerichten werden nach Weihnachten auf unserem Instagram-Kanal veröffentlicht - dort gibt es auch Bilder und Videos vom Workshop zu sehen!

 

https://www.instagram.com/igs_os/

 

Ein herzliches Dankeschön geht an Professor Dr. Guido Ritter, Annika und Wieland Buschmann sowie das gesamte Team des food lab münster und an den Innovationsraum NewFoodSystems für dieses außergewöhnliche Bildungsangebot. Der Workshop wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und ermöglichte unseren Schüler*innen einen unvergesslichen Tag an der Schnittstelle von Wissenschaft, Praxis und Genuss.

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